Das beste aus der Quarantäne machen

Sophie Rise & Shine
Das Coronavirus hat die ganze Welt im Griff. Jeder bekommt seine Auswirkungen zu spüren, ob im Großen oder im Kleinen. So auch ich. Doch ich versuche aus der Zeit, die nun gefüllt werden muss, das Beste zu machen.

Angesichts der wirklich krassen Arbeitsbedingungen von Ärzten und Pfleger und auch Verkäufern rücken die eigenen kleinen Probleme für den Moment ganz schnell in den Hintergrund. Ich finde es allerdings schön, wie diesen Menschen Respekt gezollt wird, und sei es erst einmal nur über gemeinschaftliches Klatschen auf den Balkonen.

Generell finde ich es großartig, was sich die Menschen einfallen lassen. 180 Radiosender spielten gleichzeitig „You´ll never walk alone“ für Ärzte und Pfleger, Kranke und Einsame. In Innenhöfen versammeln sich Menschen auf Balkonen, um gemeinsam zu musizieren, zu tanzen oder sogar Sport zu treiben.

Komplett die Fassung zu verlieren, ständiges Selbstmitleid und eine gänzlich negative Stimmung, nur weil wir jetzt auf den Luxus von Freizeit- und Genussaktivitäten verzichten müssen, wären unangebracht. Aus Situationen wie diesen – und ich spreche von Menschen wie mir, die zum Glück nicht gefährdet sind, sondern „nur“ ein Kontaktverbot haben – lässt sich allerlei Positives ziehen.

Ich nutze die Zeit, die ich jetzt habe, um eine „Sechs-Wochen-Challenge“ durchzuziehen. Da ich - außer aus dem Homeoffice zu arbeiten und einkaufen zu gehen - nichts mehr zu tun habe, kann ich ebenso gut etwas für meine Gesundheit und Fitness tun. Das bleibt oft auf der Strecke. Essen gehen mit Freunden oder einen Sonntag komplett im Bett bleiben, übertrifft nicht selten den regelmäßigen Sport. Damit ist jetzt erst einmal Schluss!

Mit einer neuen App, meinem Fitnessarmband und ganz günstig online bestelltem Fitnessequipment unter zehn Euro steigt meine Motivation ins Unermessliche. Naja, wollen wir mal nicht übertreiben. Zumindest steigt sie … Fürs erste. Aber drei bis vier Mal in der Woche für 30 bis 45 Minuten Sport werde ich ja wohl in meinen leeren Wochenplan einbauen können, da bin ich sicher!

Diese Quarantäne-Challenge – so nenne ich sie mal – kann jeder individuell ausbauen. Meine Mutter kocht zum Beispiel jeden Tag ein neues Gericht aus ihren verstaubten Kochbüchern. Das ist natürlich nicht schlecht, denn Essen steht auf der Beliebtheitsskala oft über dem Sport. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Meditieren lernen, Yoga, alle Serien auf Netflix schauen, jeden Tag gesund kochen, ein Buch pro Woche lesen oder ein Instrument lernen: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Noch verzweifle ich nicht an der Situation. Was aber nicht heißt, dass ich nicht sehr traurig bin, auf viele schöne Events und Reisen verzichten zu müssen.