Die Airbeat One – Im Festivalfieber

Festivals & Musik

Mit den richtigen Leuten, wird jedes Event zum Highlight.

Feeling the Music touches my Soul.

Der Partybus, meine Freundin, Olaf der Trichter und ich.

Man startet als große Kolonne um vier Uhr früh, um einen perfekten Platz auf dem Campinggelände in Neustadt-Glewe zu bekommen. Um 6 Uhr morgens trinkt man auf dem Weg sein erstes Bier. Alle sind so gut drauf, wie nie um diese Uhrzeit. Auf dem Weg trifft man andere Leute und man ist sofort irgendwie verbunden und versteht sich. Eins ist für alle sicher: Die nächsten fünf Tage und vier Nächte werden ein Highlight von der Ankunft bis zum Ende. Denn das Ende hat es auch noch ein letztes Mal in sich, bevor alle völlig kaputt den Heimweg antreten.
Das, was ein perfektes Festival ausmacht, sind (neben der Lieblingsmusik) einfach die Festivalbesucher. Ich habe schon auf diversen Festivals Unterschiede bemerkt, die sich dann tatsächlich auf die Stimmung auswirken.

Eins lässt sich sagen: Auf der Airbeat sind devinitiv verrückte Leute. Oder wie Gleichgesinnte sagen: Endlich normale Leute!

Es kann schon vorkommen, dass man das Pech (oder auch das Glück) hat, neben sehr motivierten Menschen zu zelten, die morgens ab 7 Uhr ihre Bassboxen voll aufdrehen. Endlich ein Weckservice mit Lieblingsmusik könnte da der eine denken. Oder auch nicht, wenn laut „Kenning West, Alder“ dröhnt. Der andere wiederum schimpft, weil er seine Ohrstöpsel vergessen hat. Fatal! Man fällt also aus dem Zelt. Jetzt zählt jede Sekunde. Nach und nach kriechen alle aus ihren Behausungen, die teilweise schon halb zerstört sind, weil irgenjemand draufgefallen ist. So geht das dann jeden Morgen. Der Tagesablauf ist einfach grandios. Man hat einfach nichts zu tun, außer Musik hören, Flunky Ball und Bierpong spielen, verrückt sein, ausruhen, neue Leute treffen und herumlaufen. Das „Herumlaufen“ zählt zu einer der größten Beschäftigungen auf so einem Festival. Es ist jedes Mal ein großes Erlebnis, denn man lernt unglaublich lustige und verrückte Menschen kennen oder erlebt Situationen, die man nur auf einem Festival erleben kann.

Alle hier haben einen ausgezeichneten Musikgeschmack – nämlich den eigenen.

Das verbindet so sehr, dass man mit jedem für die kommenden Tage befreundet ist.
Auf der Airbeat fährt jedes Jahr ein großer schwarzer Transporter umher. Der Partytransporter. Auf dem Wagen sitzen und stehen Leute, alle haben ihre Getränke und Olafs dabei. Im Wagen sitzen Leute an eingebauten Tischen, alle haben ihre Getränke dabei. Musik dröhnt laut aus den Lautsprechern und meine Freundinnen und ich werden herzlich empfangen und auf den Wagen gehoben. Hier herrscht eine sehr ausgelassene Stimmung!
Auch findet man die skurrilsten Camps, die eingerichtet sind, wie richtige Wohnzimmer. Mit allem Drum und Dran. Und dann geht man einfach rein und setzt sich dazu, stößt zusammen an. Hier gibt es keine Berührungsängste wie im normalen Leben, wo jeder darauf bedacht ist, andere nicht zu stören. Hier WILL man von neuen Leuten „gestört“ werden. Auch sind einige Camps wie kleine Bühnen mit teuren Boxen und Anlagen ausgestattet. Die Musik zieht dann die Leute an wie das Licht die Motte und es wird einfach getanzt.

Wenn der Abend näher rückt, kommt man wieder im Lager zusammen und bereitet sich vor. Dann begibt man sich auf den Weg zum Festivalgelände und wird von Vorfreude auf die bevorstehende Nacht überschwemmt und in seinen Gefühlen bestätigt - denn alle um dich herum fühlen das auch. Angekommen erwartet einen schon der hämmernde Bass und die elektronischen Klänge der vier Bühnen. Ein Freudentanz, ein kurzer Sprint zur Bühne und ausgelassenes Hüpfen wecken neue Energien für den bevorstehenden Tanzmarathon! 

Während des Sonnenuntergangs wird einem wieder bewusst, wie schön das Alles ist. Die geteilte Musikleideschaft, Freunde, Lichter, die Menge! Unbeschreiblich.

Ich empfehle Jedem, ein Festival zu besuchen. Für den Anfang, wenn man nicht weiß, ob man der Typ dafür ist, reicht auch ein Tagesfestival. Aber das ist nicht das Gleiche, denn das komplette Feeling erlebt man nur, wenn man tagsüber die Atmosphäre auf dem Campingplatz miterlebt und dann abends die Stimmung vor den Bühnen einfängt.

Also los! Worauf wartet ihr? Investiert in ein Ticket für ein Festival eurer Wahl, ob klein oder groß. Hauptsache ihr packt Freunde ein und identifiziert euch mit der Musik und schon seid ihr drin, im Festivalfieber.