Liebeserklärung an die Airbeat One (and Only)

Festivals & Musik

Atemberaubender Sonnenuntergang zur Musik von Axwell/\Ingrosso auf einer spektakulären Bühne

Fans der Harder Styles finden alles beim großen bunten Vogel

London zu Gast in Neustadt-Glewe

Unvergessliche Tage und Nächte auf der Airbeat One

Eine Liebeserklärung an ein Festival? Ist das nicht ein wenig übertrieben? Nein, eigentlich nicht. Wenn dir ein Festival Jahr für Jahr seit 2015 unbeschreibliche Momente und Erinnerungen schenkt, ist ein kleiner Artikel nicht zu viel der Ehre. Wie kann es sein, dass allein der Gedanke an dieses - ja fast schon Jahresereignis, solche Emotionen weckt? Kaum ist es vorbei, freue ich mich schon auf das nächste Jahr. Meine chaotische Airbeat-Truppe ist nicht der einzige Grund, weswegen es jedes Mal unfassbar grandios wird.

Dieses Festival ist ein eigenes Gefühl. Das Feeling, die Atmosphäre dort verbindet alle Besucher zu einer Gemeinschaft!

Ich glaube das ist die Essenz, warum es einen mit diesem positiven Gefühl des Zusammenhalts gehen und immer wieder zurückkehren lässt. Andere kennen dieses Gefühl vielleicht auch für andere Festivals, bei mir ist es die Airbeat One. Man fühlt sich wie in einem ganz anderen Leben, einer ganz anderen Welt. Eine Parallelwelt zu dem Alltag draußen.

Auf dem Campinggelände mitten im Nirgendwo existieren nur Du, die Gemeinschaft der Musikliebe und die Musik selbst.

Es sind fünf Tage ausgelassene Stimmung, ohne Netzempfang oder Intenet. Man spricht eigentlich über nichts, was außerhalb der Umzäunung liegt (abgesehen von den persönlichen Daten, wenn überhaupt). Es ist, als existiere wirklich nur dieses kleine Gebiet für diese Tage. Pflichten und Alltag sind einfach nicht da.

Einige Camps haben teure Anlagen installiert und spielen Musik, bis zum Anschlag aufgedreht. Dann kommen die Leute, werden angezogen davon und tanzen. Einfach so, einfach „like nobody´s watching“. Denn es guckt auch keiner, schüttelt den Kopf oder zeigt einen Vogel. Man darf und soll einfach frei sein. Man kann tanzen, springen, schreien, singen wie man will. Man kann auch anziehen was und wie viel oder wenig man will, man kann sich anmalen oder verkleiden… Und lebt dann einfach für fünf Tage in dieser Blase.

Jedes Jahr erwartet einen auf dem Bühnengelände ein neues optisches Highlight. Die riesige Mainstage wird Jahr für Jahr nach einem bestimmten Motto aufgebaut. Danach richten sich auch der Rest der Dekoration und Bühnen auf dem Festivalgelände. Colosseum, Wolkenkratzerfront aus Tokio, das Capitol der USA und 2018 eine 130 Meter lange Bühne verkleidet als Großbritanniens „Houses of Parliament“, dem Big Ben und dem London Eye. Dafür wurde zu dem sowieso schon jedes Jahr existierenden Riesenrad ein zweites als Bühnendekoration aufgebaut. Wahnsinn! Wenn dann die Lichter und Laser zur Musik leuchten kann man sich vorstellen, wie atemberaubend das aussehen muss. Die eingeladenen Künstler sind vom Allerfeinsten.

Ob EDM, House, Hardstyle oder Trance/Goa, an elektronischer Abwechslung mangelt es nicht.

Vor den Bühnen herrscht ein großes Einvernehmen darüber, dass nur das Gefühl zählt. Egal, wie man tanzt oder jubelt, alles ist erlaubt. Und das macht das Ganze zu hundert Prozent tolerant und authentisch. Man fühlt sich immer willkommen, denn hier sind einfach alle gleich.