Zweite Woche auf See - Eingewöhnungsphase läuft!

AIDA Abenteuer
La Palma

La Palma

Madeira

Madeira

Haifischbar-Feier an Bord. Alle Crewmitgleidwr verkleiden sich als Hamburger Kneipengesindel. Ich war eine Wahrsagerin.

Haifischbar-Feier an Bord. Alle Crewmitgleidwr verkleiden sich als Hamburger Kneipengesindel. Ich war eine Wahrsagerin.

Meine erste Woche ist überstanden und die zweite Reise startet nun. Ich habe in den ersten sieben Tagen echt tolle Gäste kennengelernt und bin gespannt, ob es diese Woche ähnlich verlaufen wird. Noch habe ich das Gefühl, dass diese Gäste etwas verhaltener sind. Aber das kann sich ja ändern. Am Morgen hatte ich eine 14-köpfige Gruppe zusammen zum Shuffleboard spielen. Ich biete diese Aktivität die komplette Woche an. Letzte Woche war es Boccia. Shuffleboard scheint besser anzukommen. Wir sind meist über 20 Leute mit einer Menge Spaß. 

Meine letzten Gäste haben mir so ein tolles Feedback gegeben zu meiner Arbeit als Neuling. Das tat gut und ich habe sie echt lieb gewonnen. Klar, man macht ja nicht mit allen 2000 Gästen etwas, sondern hat so seine Grüppchen, zu denen man immer wieder Kontakt hat. Durch bestimmte Aktivitäten wie Spieletreffs oder Sporttreffs oder eben Abendveranstatungen baut man quasi eine kleine Beziehung auf und quatscht immer mal wieder zusammen. Ich war diese Woche auch das erste Mal beim Poolgarten dabei. Hier stehen wir als Moderatoren auf der Bühne und begrüßen Crewmitglieder anderer Abteilungen. Die stellen sich vor und wir stellen Fragen, damit die Gäste einen Überblick bekommen. Heute hat David die Outdoor Trainer vorgestellt, die dann Fahrräder und Stand Up Paddeling präsentiert haben oder auch die Spa Managerin. Ich durfte alleine eine Moderation durchführen und zwar mit dem Musik Event Manager. Da sitzen wir dann zusammen in Sesseln draußen auf dem Deck und quatschen ein wenig. Ein bisschen wie im Fernsehgarten. Danach haben mich meine Kollegen und auch meine Chefin, die ebenfalls zugeguckt hat, gelobt. Für mein erstes Mal fand ich das auch echt nicht schlecht. 

Internationale Kollegen 

Besonders stark vertreten ist die asiatische Bevölkerung aus allen möglichen Ländern. Sogar mit einigen aus Sri Lanka habe ich schon gequatscht. Er war typisch Sri Lanker sehr nett und hat mir ein Stück Schokokuchen geschenkt, während ich auf meine Gäste zum Skattreff gewartet habe. Die sind allgemein  echt lustig, die Asiaten. Und so aufgeschlossen. Allgemein ist es hier ja so, dass sich jeder grüßt und anlächelt. Egal ob den Gästen oder Mitarbeitern gegenüber. Es ist ein No-Go, wenn man nicht grüßen würde. Ich finde das eigentlich eine sehr schöne Sache, denn wir sitzen ja alle in einem Boot (haha) und arbeiten super viel. Da kann man sich gegenseitig ruhig Respekt und Freundlichkeit zeigen. Das schweißt zusammen. Das führt aber auch dazu, dass man immer small talk führt. Zb im Fahrstuhl. „How are you?“ „fine thanks and you?“ sind die Standards und dann steigt man wieder aus. Aber nach und nach, wenn man Woche für Woche beispielsweise im Brauhaus arbeiten würde als Gastgeber mit den ausschließlich asiatischen Brauhaus-Kellnern, wird das Verhältnis freundschaftlicher. Letztens habe ich mich  in meiner Pause zu einem Kollegen an die Brauhaus-Bar gesetzt. Ich habe erfahren dass er aus Kirgisistan kommt, in Deutschland Medienwissenschaften studiert hat und immer auf den Wiesn gearbeitet hat. Das hätte ich überhaupt nicht erwartet. Da hatten wir gleich was gemeinsam (das Studium). Es ist außerdem total witzig, dass alle meinen Namen kennen und mich die asiatischen Kollegen, wenn ich den Gang entlanglaufe, freudig mit „Hello Sopie“ begrüßen. Und nein, Sopie ist kein Schreibfehler, sondern die Aussprache von ihnen. Total niedlich. Ich kann mir die oft ausgefallenen Namen leider nicht merken, aber ich arbeite an mir. Ich möchte ja auch gern mehr Gäste mit Namen ansprechen können, aber das ist echt schwierig für mich. Es ist auch sehr bewundernswert wie positiv unsere asiatischen Houskeeping und F&Bler sind. Sie arbeiten mit am härtesten und längsten, haben die längsten Verträge (10 Monate an Bord) und sind trotzdem IMMER freundlich, lächeln, fragen nach, freuen sich und sitzen nach einem langen Tag in der Crewbar und unterhalten sich, trinken etwas. 

Heute an meinem neunten Tag hatte ich mein erstes Rücksprachegespräch mit meiner Chefin. Sie heißt Morgana und ist 25 Jahre alt. Sehr jung könnte man denken. Ja, das schon, aber sie macht einen super Job als Chefin! Bewundere ich! Das Gespräch war sehr positiv und hat mich weiter bestärkt. So kann es gerne weitergehen! 

Teneriffa, La Palma und Madeira erste Eindrücke

Ein Gast hat es passend beschrieben:

“Kreuzfahrten inspirieren mich zu neuen Reisen. Man lernt eine Stadt oder Land bei Kreuzfahrtreisen nie tiefgehend kennen, bekommt aber neue Reize und Anstöße für eine nächste längere Reise in diese Stadt.“

Und so sehe ich das auch. Da ich ja immer nur einige Stunden an Land gehe, werde ich das Land oder die Stadt nicht bis in die Tiefe erkunden können. Dafür habe ich ja mehrere Monate Zeit immer ein paar kleine Teile der Insel zu erschließen. Als ich in Madeira von Bord gegangen bin, habe ich gleich gewusst, dass mir diese Insel bzw. die Stadt Funchal zusagen wird. Mit der Seibahn bin ich dann die Touri-Attraktion schlechthin hinaufgefahren. Auf den Berg Monte, von wo aus ich eine Wahnsinns Panoramasicht hatte. Ebenso in La Palma. Dort oönnte ich mit zwei Kollegen für 2,40€ pro Person mit dem öffentlichen Bus zu einem Aussichtspunkt fahren. Wunderschön sag ich euch! In Teneriffa hatte ich ja die Stadt und den botanischen Garten besucht. Bisher bin ich zufrieden. Bald geht es dann mal richtig los zu Wandertouren und Fahrradtouren!